Geschichte

Geschichte – Die Anfänge

Dieses gesamte Meisterwerk entstand zu Beginn des 18. Jahrhunderts in der Zeit des Hochbarocks. Dies war jedoch nicht die ursprüngliche Form der Kirche.

Vor dem barocken Umbau stand hier eine kleine Renaissancekirche, die im Jahr 1631 bis auf die Grundmauern niederbrannte. Die Hitze des Feuers war so groß, dass sogar die Glocken im Turm schmolzen.

Damals bauten die Einwohner von Jaroměřice die Kirche innerhalb von 50 Jahren in Eigenregie wieder auf.

Die Questenberger

Im Jahr 1700 übernahm Johann Adam von Questenberg die Herrschaft über Jaroměřice und begann mit dem Umbau der Kirche. Seine Vision war es, die schönste Barockkirche der Umgebung zu schaffen – einen Ort, an dem der Mensch für einen Moment zur Ruhe kommen und sich wohlfühlen kann.

Inspiration fand der Graf auf seinen Reisen durch Europa, bei denen er sich in Frankreich und Versailles verliebte.

Fertigstellung des Baus

Der Bau der Kirche wurde jedoch durch akuten Geldmangel stark beeinträchtigt. Daher war der Graf bereits während der Bauphase gezwungen, seine Vorstellungen zurückzuschrauben und kostengünstigere Varianten zu wählen.

Die Kirche wurde im Jahr 1739 geweiht, wobei der Südturm unvollendet blieb.

Die endgültige Fertigstellung des Baus erfolgte erst 1782, als die Kirche in möglichst einfacher Form vollendet wurde.

Deckenfresken

Der wertvollste und schönste Teil der Kirche ist das Deckenfresko mit einer Fläche von 450 m².

Der Schöpfer unseres Freskos ist Karel František Antonín Tepper, der nach einem Entwurf des Wiener Künstlers Konrad Adolf von Albrecht arbeitete.

Symbolik des Freskos

Das Fresko hat eine elliptische Form und durchläuft eine schrittweise Steigerung.

Die erste Ebene zeigt die vier Evangelisten und die vier Kirchenväter.

Die nächste Ebene des Freskos bildet der Tambour. Allegorische Gestalten zwischen den Fenstern stellen die acht Seligpreisungen dar.

Der Höhepunkt des Freskos

Die dritte Ebene des Freskos ist als illusionsgeladene Säulenmalerei gestaltet, die Nischen bildet, in denen Figuren der Tugenden dargestellt sind.

Das Fresko zeigt zwei Hauptszenen – den Kampf des Erzengels Michael mit dem Drachen und die Apotheose der heiligen Margareta.

An den Seiten öffnet sich der Himmel der heiligen Märtyrer.

Der Höhepunkt des Freskos ist das Auge Gottes in der Laterne in einer Höhe von 44 Metern.

Das Auge Gottes ist ein Werk von Meister Jan Knor.

Die Altäre

Im Erdgeschoss des Hauptschiffs befinden sich sieben Altäre – ein Hauptaltar und sechs Seitenaltäre.

Zwei der Seitenaltäre sind größer – der Altar der Unbefleckten Jungfrau Maria und der Altar der Heiligsten Dreifaltigkeit.

In den zwei kleineren Altären befinden sich Reliquiare.

Reliquien

In den hinteren Altären befinden sich die Gebeine des hl. Johannes von Nepomuk und des hl. Johannes Sarkander.

In den vorderen Altären befinden sich die Reliquien des hl. Vinzenz und der hl. Reparata.

Der Hauptaltar

Im vorderen Teil der Kirche befinden sich der Hauptaltar und der Opfertisch, der bei der letzten Restaurierung in der Kirche aufgestellt wurde.

Der Opfertisch ist ein Werk des akademischen Bildhauers Otmar Oliva.